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Projektbeiträge (nicht in Aktuelles sichtbar), Rückblicke

Nachberichterstattung und Bildergalerie zur Veranstaltung „80 Jahre Frieden“ vom 22.02.2025

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So lautete der Titel der Veranstaltung, die als Beitrag zum Rahmenprogramm der Stadt Aachen zum 80. Jahrestag des Kriegsendes in Aachen stattgefunden hat.

Am 22.2.2025 hatte die Projektgruppe „Platz für Demokratie!“ dazu ins Forum M der Mayerschen Buchhandlung eingeladen, wo in der gut zweistündigen Veranstaltung Aachener Bürger in unterschiedlichster Form ihren Beitrag zum Thema leisteten.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Reflexion darüber, wie sich das Verständnis von Frieden, Freiheit und Demokratie in den letzten Jahren verändert hat, insbesondere angesichts aktueller geopolitischer Herausforderungen wie dem Ukraine-Krieg und der als „Zeitenwende“ bekannten sicherheitspolitischen Neuausrichtung Deutschlands.

Neben den einleitenden Worten von Norbert Greuel und Jochen Geupel von der Bürgerstiftung, in denen sie Bezug nahmen auf die Situation in Aachen nach Ende des Krieges, den Wiederaufbau und auf die Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft, folgten Grußworte der Aachener Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen.

Dr. Jürgen Linden, damals noch Vorsitzender der Gesellschaft zur Verleihung des internationalen Karlspreises, setzte mit seinem Impulsvortrag weitere Akzente zum Thema der Veranstaltung.

Sein Fazit lautet damals, dass dieses Europa mit seinen großartigen geistigen Traditionen, seiner reichen, vielfältigen Kultur, seinem menschlichen Innovationskampf die Chance in sich trägt, auf Dauer Frieden, Freiheit, Demokratie und auch wachsenden Wohlstand für die Menschen zu garantieren. Vor allem aber glaubt er an die europäische Idee und die Werte, die hinter dieser Idee stehen.

Der Vortrag von Dr. Jürgen Linden ist auf unserem YouTube-Kanal zum Nachschauen verfügbar und unter folgendem Link erreichbar: Link

Den Kern der Veranstaltung bildeten drei Gesprächsrunden, alle moderiert von Prof. Bernd Mathieu.

Die erste Gesprächsrunde widmet sich drei Zeitzeugen – vor 1945 geboren –, deren Lebensgeschichten persönliche Erfahrungen mit Diktatur, Krieg, Wiederaufbau und der Teilung Deutschlands enthalten. Die Erzählungen geben Zeugnis von Widerstand, Zivilcourage und zwischenmenschlichen Beziehungen in schwierigen Zeiten.

Die zweite Gesprächsrunde mit den Bundestagsabgeordneten Armin Laschet, Lukas Benner und Ye-One Rhie und dem Politikwissenschaftler Prof. Winfried Böttcher, war fokussiert auf zentrale politische Herausforderungen, insbesondere die Bedrohung der Demokratie durch populistische Strömungen, die fortschreitende gesellschaftliche Spaltung und die Schwierigkeiten, junge Menschen für die Politik zu gewinnen.

Abschließend griff die dritte Gesprächsrunde Stimmen junger Menschen auf mit ihren Sorgen, Hoffnungen und Erwartungen an die Zukunft der Demokratie. Es ging um die Frage, wie junge Menschen stärker in politische Prozesse eingebunden werden können, welche Themen ihnen besonders am Herzen liegen und wie sie sich die Zukunft vorstellen.

Diese Beiträge haben wir in einem Booklet zusammengefasst, welches auf unserer Website unter diesem Link einzusehen und zu downloaden ist: Link

Beiträge des Ensembles vom Theater K und des Saxophonisten Heribert Leuchter bereicherten die Veranstaltung zwischen den Gesprächsrunden.
Die Veranstaltung endete mit einem bewegenden Moment, als den Jugendlichen der letzten Gesprächsrunde stehende Ovationen entgegengebracht wurden, für ihren Mut, vor großem Publikum aufzutreten und für ihre beeindruckenden Vorträge, die aber auch nachdenklich stimmten.
Die Organisatoren betonten, dass die vielen wertvollen Beiträge der Jugendlichen nicht unbeachtet bleiben dürften und dass der Dialog in einer geeigneten Form fortgeführt werden müsse.