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Bürgerstiftung setzt auf individuelle Bildungsförderung: Neue Projekte stärken Jugendliche auf dem Weg zum Schulabschluss

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Mit dem Aachener Bildungsfonds „Zukunft durch Bildung“ stärkt die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen gemeinsam mit Schulen und Partnern die Bildungs- und Zukunftschancen von Jugendlichen in der Region. Im Mittelpunkt stehen junge Menschen, die ohne gezielte Unterstützung gefährdet sind, ihren Schulabschluss nicht zu erreichen.

Der Fonds verfügt über ein jährliches Fördervolumen von rund 30.000 Euro aus dem „Brigitte und Gerd Ransoné Fonds“ sowie weiteren Zustiftungen für das Thema Bildung. Damit finanziert die Bürgerstiftung gezielt Projekte, die frühzeitig ansetzen und individuelle Bildungswege unterstützen.

„Dem Vorstand war es wichtig, die Mittel an der Gelenkstelle zwischen Schule und Ausbildung einzusetzen. Im Zentrum stehen benachteiligte Jugendliche“ so Vorsitzender Adolf Bartz. Das bestärkte auch der Aachener Schuldezernent Heinrich Brötz, indem er die Zusammenarbeit zwischen Schule, Kommune und Zivilgesellschaft lobte, die gelingende Schulbiografien als gemeinsames Ziel hat.

Individuelle Förderung im Schulalltag

Ein Schwerpunkt ist das Projekt „Lernhilfen für den Schulabschluss“ an der Hauptschule Aretzstraße. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 erhalten dort eine direkte Lernbegleitung im Unterricht.

Einer von ihnen ist der Schüler Haschim Al Mustafa. Wegen sprachlicher Defizite hat er Schwierigkeiten Textaufgaben selbstständig zu verstehen und zu bearbeiten. Dank Förderung der Bürgerstiftung wurde er über einen Zeitraum von sechs Monaten individuell von Lehramtsstudentin Emma Bordoni unterstützt – mit rund fünf Stunden pro Woche im Klassenverband: „Das Lernen hat viel Spaß gemacht und Haschim hat super mitgearbeitet. Auch fürs Studium war die Begleitung eine wertvolle Erfahrung“

Neben Haschim hat Emma drei weitere Schüler:innen intensiv unterstützt und Schulleiter Ralf Said zeigte sich zuversichtlich, dass alle erfolgreich ihren Schulabschluss schaffen werden. Mit 477 Schüler:innen, ist die GHS Aretztstraße einer der größten Hauptschulen.

Haschim weiß jedenfalls schon, was er nach der Schule machen will: eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker.

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Langfristige Begleitung durch Mentoring

Mit dem Programm „Grow & Go“ an der Heinrich-Heine-Gesamtschule setzt die Bürgerstiftung zudem auf langfristige Mentoring-Beziehungen. Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 mit problematischem Lern- und Arbeitsverhalten werden über 1,5 Schuljahre hinweg zweimal pro Woche begleitet.

Das Programm kombiniert Einzel- und Gruppenmentoring und wird von geschulten Mentorinnen und Mentoren aus dem studentischen und pädagogischen Umfeld durchgeführt.

„Die Beziehungsarbeit steht im Mittelpunkt“ sagt Christina Bremke-Buchholz Mittelstufenleiterin am HHG und erzählt, wie das Selbstvertrauen eines Schülers wuchs und sich bis zur Anmeldung in einem Sportverein entwickelte.

Gemeinsames Ziel: Schulabschlüsse sichern

Walther Kröner, Projektverantwortlicher Vorstand der Bürgerstiftung bringt es auf den Punkt: „Beide Projekte verfolgen ein gemeinsames Ziel: Jugendliche frühzeitig zu stärken, ihre Lern- und Lebenssituation zu stabilisieren und den erfolgreichen Schulabschluss zu ermöglichen.“

Ausblick

Die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen will die Programme langfristig weiterentwickeln und zwei weitere Schulen in der StädteRegion einbinden.

 

Zum Artikel vom 2.06.26 in den Aachener Nachrichten